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Bentheimer Eisenbahn

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Bentheimer Eisenbahn stockt die Güterlokflotte um eine G2000 auf

Wirtschaftlichkeit, Planbarkeit und Umweltfreundlichkeit – das sind gute Gründe dafür, den Transport von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Auch in Punkto Verlässlichkeit und Geschwindigkeit überwiegen die Vorteile auf der Schiene. Vor allem für weitere Entfernungen ist der Transport über die Schiene oftmals schneller als über die Straße. Verzögerungen durch beispielsweise Stau sind im Schienenverkehr kaum vorhanden. Genau diese Faktoren machen den Schienengüterverkehr so interessant, vor allem für große Mengen oder schwere Güter wie beispielsweise Kies, Holz oder Stahl. Gesamtmengen von bis zu 2.800 Tonnen können problemlos transportiert werden.

Die Bentheimer Eisenbahn ist der verlässliche Partner in Sachen Güterverkehr auf der Schiene. Um auch weitherin auf die Anforderungen des Marktes reagieren zu können und auch den aktuellen Ansprüchen gerecht zu werden, ist die Güterlokflotte um eine G2000 von Vossloh aufgestockt worden. Insgesamt befinden sich nun drei Loks vom Typ G2000 in der Flotte der Bentheimer Eisenbahn.

Bereits im Juli 2021 ist die G2000 direkt nach Nordhorn an die Werkstatt der Bentheimer Eisenbahn überführt worden. Nach der großen Frist in der betriebseigenen Werkstatt ist die G2000 mittlerweile für die Bentheimer Eisenbahn in der Grafschaft Bentheim im Einsatz.

Auf einen Blick: Vorteile Schienengüterverkehr

  • Planbar und zuverlässig
  • Höhere Ladungsgewichte im Vergleich zum LKW
  • Hohe und flexible Verfügbarkeit – 24/7
  • Starke Verknüpfung mit anderen Verkehrsträgern
  • Umweltschonend beim Transport von Massengütern oder schweren Gütern
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Allgemein, Projekt Regiopa, Regiopa Express - RB56, Sicherheit, UNDING,

German Brand Award 2021 – Bentheimer Eisenbahn AG für erfolgreiche Markenführung mit „Sei kein Unding“ ausgezeichnet.

Wir, die Bentheimer Eisenbahn AG, wurden beim German Brand Award 2021 in der Kategorie „Brand Communication – Public Relations“ mit einem German Brand Award „Winner“ ausgezeichnet. „Wir sind mit „Sei kein Unding“ angetreten, weil uns die Sicherheit unserer Fahrgäste und auch die der Grafschafterinnen und Grafschafter wichtig ist. Die Auszeichnung bestätigt uns darin, für unsere Sicherheitskampagne die richtige Kommunikationsstrategie gewählt zu haben“, erklärt Bentheimer Eisenbahn Vorstand Joachim Berends. In diesem Jahr fand eine virtuelle Preisverleihung statt.

Der German Brand Award wird vom Rat für Formgebung, einem der weltweit führenden Kompetenzzentren für Kommunikation und Wissenstransfer im Bereich Design, Marke und Innovation, initiiert. Der Rat wurde bereits 1953 auf Initiative des Deutschen Bundestages gegründet, um die Designkompetenz der deutschen Wirtschaft zu stärken. Die Auszeichnung für erfolgreiche Markenführung in Deutschland wird von einer unabhängigen Jury aus Unternehmen, Wissenschaft, Beratung, Dienstleistung und Agenturen vergeben.

Mit der Sicherheitskampagne „Sei kein Unding“ informieren wir Jung und Alt, die Fahrgäste und alle Grafschafter und Grafschafterinnen über Gefahren am Bahnsteig. Das Unding selbst ist rücksichtslos, unaufmerksam und selbstsüchtig, genau dieses Verhalten führt zu Gefahren an den Gleisen.

 „Wir haben uns das Vertrauen der Bevölkerung erarbeitet und verstehen die Auszeichnung mit dem German Brand Award als Ansporn, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzuverfolgen“, so Berends.

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Allgemein, Spedition & Logistik,

Salzgitter Flachstahl GmbH nutzt Einzelwagenverkehr und schützt das Klima

Gemeinsam mit DB Cargo und Bentheimer Eisenbahn erfolgt die Versorgung der Industrie mit Produkten der Salzgitter Flachstahl durch den zuverlässigen und klimafreundlichen Einzelwagenverkehr. Über das Railport in Nordhorn werden die Kunden in der Region „just in time“ beliefert. Dabei dient das Umschlaglager der Eisenbahnen als Konsignationslager, ein Vorteil für Lieferant und Kunden. Über 20 verschiedene Artikel nach Abmessungen und Stärken sortiert mit einem Vorrat von über 2.000 to. werden direkt an die Kunden in der Region nach Produktionsanforderung durch die Spedition Kraftverkehr Emsland, eine Tochter der Bentheimer Eisenbahn, geliefert. Neben einer hohen Transportqualität steht daneben auch der Klimaschutz im Vordergrund. Beides gelingt vorbildlich durch den Einzelwagenverkehr der DB Cargo.

„Unsere Kunden in der Region sind mit der Transportqualität sehr zufrieden und zeigen großen Engagement beim Klimaschutz“, so Arno Boll, Geschäftsführer der Kraftverkehr Emsland GmbH.

„Es ist an der Zeit, noch mehr Verkehr über die die leistungsfähige Schiene zu organisieren, gemeinsam mit der Industrie und den Transportbeteiligten wollen wir eine noch bessere Vernetzung erreichen und zudem aktiver Part für den Klimaschutz sein“ so Joachim Berends, Vorstand der Bentheimer Eisenbahn AG.

Kraftverkehr Emsland GmbH
Otto-Hahn-Straße 1
48529 Nordhorn
Tel. 05921 8034-0
www.kraftverkehr-emsland.de

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Allgemein, Eisenbahn,

Die Bentheimer Eisenbahn – wie alles begann

Seit dem 1. April 1885 existiert der Kreis Grafschaft Bentheim. An genau diesem Tag trat die Kreisordnung für die Provinz Hannover in Kraft und bildete aus den Ämtern Neuenhaus und Bentheim den neuen Kreis Grafschaft Bentheim. Im Jahr 1886 trat Dr. Hermann Kriege sein Amt als Landrat in der Grafschaft Bentheim an.

Landrat Dr. Hermann Kriege

Schnell erkannte der Landrat das Potenzial einer Bahnlinie für die landwirtschaftlich geprägte Region und legte so den Grundstein für den Schienenpersonennahverkehr und die Bentheimer Eisenbahn. Wohlwissend, dass eine Bahnlinie nur zukunftsträchtig ist, wenn die gesamte Region davon profitiert, setzte sich Kriege für eine Längsbahn ein.

Die Grafschaft bekommt eine Längsbahn

Im März 1889 stellte der Kreistag schlussendlich eine beträchtliche Summe von 300.000 Mark für den Grunderwerb der geplanten Längsbahn von der Obergrafschaft in Richtung Coevorden (NL) bereit. Auch der Oberpräsident der preußischen Provinz Hannover befürwortete das Vorhaben, denn nur so konnte der Kreis Anschluss an die Eisenbahn finden.

Am 14. September 1892 beschloss der Kreistag einstimmig den Bau der Längsbahn auf eigene Rechnung.

Trotz Widerstand innerhalb der Bevölkerung gegen den Bau einer Bahnlinie erteilte der preußische König Wilhelm II am 16. Januar 1895 gegenüber dem Kreis Grafschaft Bentheim die Konzession zum Bau der Strecke von Bentheim nach Neuenhaus. Die Frist zur Inbetriebnahme wurde dabei auf den 1. Oktober 1896 festgesetzt.

Am 14. März 1895 erfolgte dann der erste symbolische Spatenstich von Landrat Kriege in der Nähe des heutigen Vennwegs.

Die Arbeiten konnten innerhalb der gesetzten Frist abgeschlossen werden. So wurde am 14. April 1896 die Strecke feierlich eröffnet. Zur Eröffnung waren Regierungspräsident Gustav Stüve aus Osnabrück, der Oberpräsident der preußischen Provinz Hannover, Rudolf von Bennigsen, der preußische Minister für öffentliche Aufgaben und Präsident des Reichseisenbahnamtes, Karl von Thielen, sowie der preußische Finanzminister Johannes von Miquel, gebürtig aus Neuenhaus, geladen. Von Miquel zeichnete die Konzessionsurkunde zur Errichtung und dem Betrieb der (damals noch) Bentheimer Kreisbahn gegen.

Um 09:40 Uhr begann die Eröffnungsfahrt mit den Ehrengästen von Bentheim nach Neuenhaus.

Am 16. April 1896 fiel der Startschuss für den Regelbetrieb auf den Gleisen der Bentheimer Kreisbahn. Im Jahr 1903 beschloss der Kreistag dann einstimmig die Erweiterung der Bahnstrecke von Gronau nach Bentheim und von Neuenhaus nach Coevorden. Am 3. September 1906 erfolgte der erste Spatenstich zur Streckenerweiterung in Richtung Gronau, ebenfalls durch Landrat Kriege.

Erster Spatenstich 3. September 1906

Nach einer Bauzeit von zwei Jahren konnte die Strecke nach Gronau feierlich am 20. Juni 1908 in Betrieb genommen werden.

Am 23. September 1907 erfolgte in Neuenhaus der erste Spatenstich zu Erweiterung der Bahnstrecke nach Coevorden. Schon am 23. Dezember 1909 konnte der Bahnbetrieb bis nach Emlichheim aufgenommen werden und am 12. September 1910 wurde die Strecke feierlich für den Personenverkehr von und nach Coevorden eröffnet.

Eröffnung der Bahnstrecke Bentheim – Gronau 20. Juni 1908

Am 30. Mai 1974 wurde die Schienenpersonenverkehr in der Grafschaft Bentheim aus wirtschaftlichen Gründen komplett eingestellt, bis er am 7. Juli 2019, nach 45 Jahren, wieder mit großem Erfolg reaktiviert wurde.

In der 1. Ausgabe unserer Jubiläumzeitung “Bewegende Zeiten” erfahrt ihr mehr über die Geschichte der Bentheimer Eisenbahn. Am 25. April 2021 wird sie mit der Sonntagszeitung verteilt. Freut euch drauf!